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“ Welt steht Kopf ? Das kommt auf den Betrachtungs-Standpunkt an“, Globus-Skulptur, 22.02.2022

" Welt steht Kopf ? Das kommt auf den Betrachtungs-Standpunkt an .. "

Globus-Skulptur, 22.02.2022

"Welt steht Kopf  ?  Das kommt auf den Betrachtungs-Standpunkt an", Globus-Skulptur, 22.02.2022

 

 

 

 

Welt steht Kopf, Globus-Skulptur, 22.02.2022, John Maibohm

"Welt steht Kopf  ?  Das kommt auf den Betrachtungs-Standpunkt an", Globus-Skulptur, 22.02.2022

Im freien uns bekannten allumfassenden Raum gibt es keine absoluten Koordinaten, sondern nur räumliche Relationen: zueinander in Beziehung gesetzte Punkte im Raum, woraus Distanzen, Winkel, Achsen, Rotationsrichtungsbezüge etc. ermittelt werden können.  Man kann sie als relative bzw. situativ bedingte Systeme bezeichnen, mit der Eigenschaft, innerhalb dieser für sich genommenen jeweiligen regionalen bzw. situativen Betrachtungsräume Orientierung von absoluter Eindeutigkeit zu schaffen (Systembildungen wie z.B. unser Sonnensystem).

Diese räumlich treffbaren Aussagen gelten aber immer nur für das jeweilige betrachtete situative System. Eine absolute Gültigkeit fehlt jedoch, in Ermangelung einer übergeordneten absoluten Koordination:

Im Weltraum gibt es kein absolutes „oben“, „unten“, „rechts“ oder „links“.

Die Bestimmung einer Ausrichtung und Richtungszuordnung/Richtungsbestimmung ist unmöglich in einem richtungslosen Universum, dem Raum, in den unser räumliches Erleben eingebettet ist und deren Zentrum wir nach heutigem Stand der Erkenntnis vermuten zu kennen.

Unendlich viele Punkte im freien Raum können in unendlicher Vielfalt und Anzahl zueinander in Beziehung gesetzt werden.

Damit ist die Schwierigkeit der Herleitung eines räumlich umfassend allgemeingültigen, somit „absoluten“ Orientierungssystems/ Koordinatensystems ansatzweise angedeutet.

Die Frage nach einem allumfassenden, im freien Raum gültigen absoluten Koordinatensystem als Instrumentarium für absolut eindeutige Positionsbestimmung/ Orientierung im Raum bleibt unbeantwortet;

Z. B. die Aussage - "Links von der Sonne" - , ergibt keinen Sinn - falls man damit die Absicht verfolgt, eine eindeutige allgemeingültige Standortbestimmung im Raum auszudrücken - denn für jeden anderen der unendlich vielen möglichen Standorte im Universum bedeutet dieselbe beispielhafte Ortsbeschreibung "links von der Sonne" eine andere – situative, also relative – Eindeutigkeit.

Die Anzahl der jeweils standortbedingten Betrachtungsergebnisse der positionsbeschreibenden Raumsituation „links von der Sonne“ ist also dementsprechend unendlich groß.

Demnach gibt es unendlich viele Orte im Universum, wenn man nach derselben Adresse "2 Sonnen-Durchmesser links von der Sonne" fragt.

Grund:

Eine eindeutige Ausrichtung und Richtungszuordnung/Richtungsbestimmung ist unmöglich in einem richtungslosen Universum, dem Raum, in den unser räumliches Erleben eingebettet ist, von dem wir nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand nur das vermutete räumliche Zentrum kennen, aber alle weiteren, zur absoluten Raumkoordination nötigen Richtungen (X-Y-Z) unmöglich zu bestimmen sind in Ermangelung von Bezugs-Punkten.

Ob unsere Erde sich von links nach rechts oder von rechts nach links dreht, ist somit standort- bzw. betrachtungpunktsabhängig.

Ob die Sonne im Osten oder Westen aufgeht ebenso. Nur in Bezug auf die im Relativen eingebettete situative Absolutheit unserer Erdachse, in Kombination mit der Drehbewegung der Erde um ihre Achse, und auch nur unter Festlegung, ob wir die Erde von einem als Norden definierten Punkt dabei betrachten oder von einem als Süden bezeichneten Betrachtungspunkt sehen, ergibt die regional-situative Festlegung (weit entfernt von der Feststellung einer geometrisch universell gültigen räumlichen Orientiertheit), die man damit ausdrücken könnte:

"die Erde dreht sich im Uhrzeigersinn..."